26 September 2016 - 03:19
Hilfskonvois erreichen vier belagerte Städte

Seit Monaten harren rund 60.000 Syrer in den Städten Madaja, Sabdani, Fua und Kefraja aus. Jetzt melden Hilfsorganisationen: Erstmals konnten die Menschen wieder mit Nahrung und Medikamenten versorgt werden.

Es passiert viel zu selten, doch am Sonntagabend gab es gute Nachrichten aus Syrien: Zum ersten Mal seit knapp sechs Monaten sei es gelungen, mit Hilfskonvois in vier belagerte Städte in Syrien vorzudringen, hieß es vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (ICRC). Demnach handelt es sich um die Städte Madaja, Sabdani, Fua und Kefraja.

Dort harrten insgesamt rund 60.000 Menschen aus. Sie seien nun unter anderem mit Nahrung und Medizin versorgt worden.

53 Lastwagen seien nach Madaja und Sabdani gefahren. Diese Städte in der Nähe von Damaskus werden seit Monaten von Verbündeten der syrischen Armee eingekesselt. 18 weitere Trucks seien in Kefraja und Fua in der nordwestlichen Provinz Idlib angekommen. Diese Städte werden seit April 2015 von Aufständischen belagert.

Die Hilfslieferungen wurden von der syrisch-arabischen Hilfsorganisation Roter Halbmond, der Uno und dem ICRC organisiert. Die Vereinten Nationen hatten am Donnerstag nach einem 48-stündigen Stopp ihre Hilfslieferungen für die Bevölkerung in Syrien wieder aufgenommen. Zuvor waren sie nach dem verheerenden Angriff auf einen Hilfskonvoi bei der umkämpften Großstadt Aleppo ausgesetzt worden.